TEAM – Toll, Ein Anderer Macht´s!

Kennst du diesen Spruch? Früher dachte ich immer, das wäre eine sehr negative Definition von Teams, die davon ausgeht, dass niemand wirklich Lust hat und alle froh sind, wenn die Arbeit durch ihre Kolleg:innen erledigt wird. Ein Verständnis von Arbeit, bei dem Menschen möglichst wenig tun und möglichst früh in den Feierabend gehen wollen.

Mittlerweile sehe ich diesen Spruch aus einer anderen Perspektive. Denn eigentlich kann es doch auch bedeuten, dass wir die Aufgaben übernehmen, die wir wirklich mögen, in denen wir gut sind und bei denen wir uns weiterentwickeln können. Nicht die, die uns runterziehen, schwerfallen oder demotivieren.

Ein bisschen erinnert es mich das an das „High Performing Team“, das sich unter anderem dadurch auszeichnet, dass es in Bewegung bleibt, weil es gelernt hat, offen zu kommunizieren und Verantwortung zu teilen. Entsprechend des Konzeptes schaffen diese Teams gemeinsam eine Kultur, in der Vertrauen und Leistung kein Widerspruch sind, sondern sich gegenseitig bedingen.

Die Forschung spricht oft von fünf zentralen Faktoren, die in Hochleistungsteams immer wieder nachweisbar sind:

🌀 Psychologische Sicherheit: alle Teammitglieder fühlen sich sicher, ihre Meinung zu sagen, Risiken einzugehen und Fehler zuzugeben, ohne Angst vor Beschämung oder Bestrafung.
🌀 Zuverlässigkeit: Teammitglieder können sich aufeinander verlassen. Zusagen werden eingehalten, Verantwortlichkeiten sind klar.
🌀 Struktur und Klarheit: Rollen, Ziele und Erwartungen sind transparent und verstanden.
🌀 Sinnhaftigkeit: die Arbeit hat persönliche Bedeutung für jedes Mitglied; sie stiftet Identifikation.
🌀 Wirkung: das Team erlebt, dass seine Arbeit einen Unterschied macht – im Unternehmen, für Kunden oder für die Gesellschaft.

Aus meiner Sicht zahlt die offen besprochene Verteilung von Aufgaben, entlang der Interessen, Stärken und Entwicklungsbedürfnisse der Einzelnen auf die Dimensionen Klarheit und Zuverlässigkeit ein. Wenn alle fünf Dimensionen im Gleichgewicht sind, entsteht entsprechend des Konzeptes eine Art kollektiver Flow: Die Kommunikation wird müheloser, Entscheidungen werden schneller getroffen und Ideen entwickeln sich natürlicher. Menschen beginnen, einander zu vertrauen, weil sie spüren: „Wir ziehen an einem Strang.“

High Performing Teams sind damit weniger ein Ziel als vielmehr ein Zustand, der bewusst gepflegt werden muss. Durch Offenheit, Feedbackkultur und eben: geteilte Verantwortung. Und das lässt sich durch eine begleitete Teamentwicklung wunderbar zusammen aufsetzen! Wenn du jemanden suchst, die euch als Team dabei unterstützt, dann melde dich gern.